Das Bibelwort für diesen Gottesdienst stammte aus Markus 8,31: „Und er fing an, sie zu lehren: Der Menschensohn muss viel leiden und verworfen werden von den Ältesten und den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten und getötet werden und nach drei Tagen auferstehen.“
Nach dem Gemeindechorlied „Ihr seid das Salz der Erde“ betonte Priester Cornell Stübing, dass Jesus heute Morgen zu allen Menschen spricht, unabhängig von Alter, Gesundheit oder Glauben.
Jesus sprach damals zu seinen Jüngern über das, was ihm bevorstand: Verspottung, Schläge und Verurteilung. Petrus konnte nicht akzeptieren, dass Gottes Sohn leiden sollte, doch es war Teil von Gottes Plan. Gott konnte nicht irgendeinen Menschen wählen, sondern nur jemanden, der vollkommen und fehlerlos war. Nur Jesus war in der Lage, die Sünde auf sich zu nehmen und das Heil für alle Menschen zu schaffen. Die Zusage seiner Auferstehung am dritten Tag zeigt, dass Gott in diesem Geschehen am Werk war. Jesus konnte sich nicht selbst retten; es war die Macht Gottes.
Auch wir Christen erleben Zeiten des Leidens und der Schwierigkeiten. Jesus hat uns gezeigt, dass wir mit echtem Gottvertrauen und in der Nachfolge diese Herausforderungen überwinden können. Er stellt die Verbindung zwischen Gott und den Menschen her, damit wir ihm vertrauen und Gemeinschaft mit ihm haben können. Dafür ist es notwendig, dass uns unsere Sünden vergeben werden, was wir in jedem Gottesdienst erleben dürfen.
Priester Mathias Hielscher aus der Gemeinde Leipzig-Mitte wurde um eine Predigtzugabe gebeten. „Es ist etwas Besonderes für mich, gleichzeitig zu sprechen und zu gebärden“, begann er seine Ansprache. Zunächst stellte er die Fragen: „Wie fühlst du dich jetzt? Fühlst du dich geborgen, weil du Gottes Wort hören oder sehen konntest, oder weil du den Frieden Gottes erlebt hast?“ Bereits vor dem Gottesdienst habe er die Nähe Gottes gespürt, als er in der letzten Reihe Platz nahm, um zu beten, während die Orgel das Lied „Wenn Friede mit Gott meine Seele durchdringt“ spielte.
Der Priester sprach auch davon, dass Jesus wusste, was ihm bevorstand, und es freiwillig annahm, um den Willen seines Vaters zu erfüllen. Weiterhin betonte er die Bedeutung einer treuen Beziehung zu Gott und der Gemeinschaft mit Jesus Christus. Denn der Tod war nicht das Ende, sondern der Beginn der Errettung der Menschheit.
Nach dem Gottesdienst versammelten sich die hörgeschädigten Geschwister und ihre Begleiter zu einem Imbiss, um noch Gemeinschaft zu pflegen.
Neuapostolische Kirche